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Tätigkeit der Gerichte und Staatsanwaltschaften

Die österreichischen Gerichte behandeln pro Jahr auf ihren vier organisatorischen Ebenen rund 2,9 Millionen Geschäftsfälle (exklusive Justizverwaltungssachen). Diese gerichtlichen Leistungen werden in verschiedenen Sachgebieten („Gattungen“) erbracht.

Die Anfallsrückgänge in den Sparten Zivilsachen, Exekutionssachen, Insolvenzsachen sowie Strafsachen im Jahr 2020 im Vergleich zum Vorjahr haben ihre Ursache in der seit mehr als einem Jahr weltweit vorherrschenden SARS-CoV-2-Pandemie. Auswirkungen zeigte in diesem Zusammenhang auch die Vielzahl an von den Bezirksgerichten zu bearbeitenden Verständigungen der Bezirksverwaltungsbehörden über Quarantänemaßnahmen („COVID-Bescheide“), die einen starken Anfallsanstieg in der Sparte Außerstreitsachen bewirkte.

Insgesamt sind die für das Jahr 2020 vorliegenden Zahlen damit nur bedingt aussagekräftig, zumal pandemiebedingt bei den Gerichten auch zahlreiche Zusatzaufgaben anfielen, die zahlenmäßig schwer abbildbar sind oder sich in den Anfallszahlen gar nicht widerspiegeln.

Strafsachen sind in den Medien sehr oft präsent, nehmen jedoch in der Mengenbetrachtung der von den Gerichten erbrachten Leistungen nur eine untergeordnete Rolle mit rund drei Prozent des jährlichen Gesamtanfalls ein.

Die öffentlichen Interessen in der Strafrechtspflege werden von den Staatsanwaltschaften, der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft, den Oberstaatsanwaltschaften und der Generalprokuratur wahrgenommen und belaufen sich auf jährlich knapp 0,5 Millionen Geschäftsfälle (exklusive Justizverwaltungssachen).


Stand: 22. März 2021