Bewährungshilfe

Die Resozialisierungshilfe für Straffällige in Österreich umfasst die Bewährungshilfe als richterliche Maßnahme statt oder nach einer Haft, aber auch die Haftentlassenenhilfe ohne richterliche Anordnung.

Im Auftrag des Bundesministeriums für Justiz bietet der Verein NEUSTART österreichweit diese Betreuungsangebote an. Die Dienstleistungen von NEUSTART umfassen neben der Hilfe für Täter und Opfer auch Präventionsmaßnahmen.

Bewährungshilfe

Bewährungshilfe kann statt einer Haftstrafe oder bei einer bedingten Entlassung aus einer Haft angeordnet werden. Die Aufgabe der Bewährungshilfe ist es, verurteilten Straftäterinnen und Straftätern zu einer Lebensführung und Einstellung zu verhelfen, die sie von der Begehung neuerlicher strafbarer Handlungen abhalten kann. Bewährungshelferinnen und -Helfer unterstützen betroffene Personen bei der Bewältigung von verschiedenen Problemen und Alltagsschwierigkeiten. Im Zentrum der Arbeit stehen die Bemühungen, die wesentlichen Lebensbedürfnisse der Betroffenen, wie etwa das Schaffen einer Wohnmöglichkeit und das Finden einer Arbeit, zu decken. Durch die Unterstützung der Bewährungshilfe wird ein solides Fundament geschaffen, um ein neues Leben zu planen und zu beginnen.

Weitere Betreuungsangebote

Neben den Angeboten der Bewährungshilfe stellt die Nachbetreuung von Haftentlassenen eine wesentliche Säule der Resozialisierungshilfe dar. Alle Insassinnen und Insassen werden vom Sozialen Dienst darüber informiert, dass sie zur Vorbereitung ihrer Entlassung Unterstützung durch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von NEUSTART in Anspruch nehmen können. Neben der Unterstützung in sozialen Belangen, wie z.B. Wohnungs- und Arbeitssuche, Unterstützung und Abklärung versicherungsrechtlicher Fragen und Schuldenregulierung, ist die Erarbeitung von Lösungsstrategien zur Reduzierung der persönlichen Rückfallsgefährdung ein wichtiger Teil der Beratung.

Insassinnen und Insassen, die keine Bewährungshilfe als gerichtliche Weisung erhalten haben, können entweder das Unterstützungsangebot der Haftentlassenenhilfe in Anspruch nehmen oder aber um Bewährungshilfe auf freiwilliger Basis ersuchen.

Darüber hinaus stehen der Justiz auch die Konfliktregelung zwischen Tätern und Opfern (Tatausgleich), die gemeinnützigen Leistungen und der elektronisch überwachte Hausarrest als Maßnahmen mit sozialarbeiterischer Betreuung durch NEUSTART-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zur Verfügung.

Einrichtungen von NEUSTART gibt es in allen Bundesländern. Die Initiativen umfassen neben der Entlassungsberatung auch Kommunikations- und Arbeitstrainung, die Vermittlung gemeinnütziger Leistungen, Clearing, Drogenberatung, Familienbetreuung, Schulsozialarbeit, Jugendhilfe und Verbrechensopferhilfe.