Justiz-Auktion


Versteigerung von beweglichen Sachen im Internet auf einer eigenen Justiz-Versteigerungsplattform.

Logo Justiz-AuktionSeit 2015 besteht für Gerichtsvollzieher*innen die Möglichkeit, die Versteigerung von beweglichen Sachen nach der Exekutionsordnung auf der Justiz-Internetversteigerungsplattform justiz-auktion.at durchzuführen. Dabei können beispielsweise im Rahmen von Exekutionsverfahren gepfändete, aber auch im Zuge von Strafverfahren verfallene, konfiszierte, beschlagnahmte etc. Gegenstände versteigert werden. Auch Insolvenzverwalter*innen haben seit 2019 die Möglichkeit, Vermögenswerte aus Insolvenzverfahren auf der Internetversteigerungsplattform zu versteigern. Im Vergleich zu gewerblichen Versteigerungsplattformen wird der Versteigerungserlös hierbei nicht durch Verkaufskommissionen und ähnliche Gebühren geschmälert. 

Regelmäßig versteigert werden Kraftfahrzeuge, (Unterhaltungs-)Elektronik (beispielsweise Handys, PCs, Videospiele), Schmuck (beispielsweise Uhren, Ketten, Anhänger) und Sportartikel (beispielsweise Fahrräder, Skier), aber auch ein Hochrasenmäher oder Geschäftsanteil fand bereits einen Abnehmer.

Die technische Abwicklung der einzelnen Internet-Versteigerungen wird für ganz Österreich von einem dafür eingerichteten Kompetenzzentrum beim Oberlandesgericht Innsbruck vorgenommen.

Die größten Vorteile der Internet-Versteigerung gegenüber der Vor-Ort-Versteigerung sind ein ungleich größerer potentieller Bieterkreis, keine Preisabsprachen vor Ort, voraussichtlich höhere Erlöse, eine hohe Versteigerungsquote und eine individuelle Dauer der einzelnen Versteigerungen.

Bei der Justiz-Auktion arbeitet die österreichische Justiz mit der seit 2006 erfolgreich betriebenen deutschen Justiz-Internetversteigerungsplattform justiz-auktion.de zusammen. Die Justiz-Auktion Deutschland ist eine vom Justizministerium Nordrhein-Westfalen im Jahr 2006 begründete und bis heute von ihm herausgegebene Internetplattform, deren Zweck es ist, alle zur (Online-)Versteigerung geeigneten beweglichen Gegenstände, die von (Justiz-)Behörden zu verwerten sind, zur Versteigerung zu bringen.

Zum Mitbieten bei den Auktionen ist eine Registrierung bei der Justiz-Auktion erforderlich. Dabei sind ein frei wählbarer Benutzername, ein Passwort sowie Name (Firma) und Adresse, eine E-Mail-Adresse sowie das Geburtsdatum anzugeben. Zur Teilnahme an den Auktionen sind grundsätzlich alle geschäftsfähigen natürlichen und juristischen Personen zugelassen. Von Versteigerungen nach den Vorschriften des Exekutionsrechts ausgeschlossen sind die verpflichtete Partei und der*die Vertreter*in der verpflichteten Partei. Weitere Informationen finden Sie in den Allgemeinen Versteigerungsbedingungen und für Versteigerungen im Rahmen von Insolvenzverfahren ergänzend in den Besonderen Verkaufsbedingungen der Justiz-Auktion.

Interessierte Insolvenzverwalter*innen können sich zum detaillierten Ablauf einer Versteigerung im Leitfaden informieren. 

Im Jahr 2019 wurden von Gerichtsvollzieher*innen und Insolvenzverwalter*innen über die Internetversteigerungsplattform 1 697 bewegliche Sachen versteigert und dabei Erlöse von EUR 2.653.015,73 erzielt. 

Stand: März 2020

Link

www.justiz-auktion.at