7.500 Mund-Nasen-Schutzmasken aus der Justizanstalt Schwarzau für die Wiener Sozialdienste

Österreichweit haben Insass*innen von Justizanstalten bereits 60.000 Masken hergestellt  

Die Wiener Sozialdienste (WISO) unterstützen Menschen in ihren Wohnungen mit Pflege, Betreuung und Behindertenhilfe. Im Zuge der Corona-Maßnahmen entstand auch bei den WISO der Bedarf nach Mund-Nasen-Schutzmasken für die Mitarbeiter*innen und Klient*innen. Für die WISO war schnell klar, dass die Verwendung von Einwegmasken keine langfristige Lösung sein kann. Um dem Nachhaltigkeitsgedanken Rechnung zu tragen, informierten sie sich daher über die Produktionsangebote wiederverwendbarer Stoffmasken am Sozialmarkt.  

Im Zuge ihrer Recherchen wurden die WISO auf die Generaldirektion im Justizministerium aufmerksam und trat Ende April 2020 an diese heran. Bei dem Auftrag waren die Anforderungen von Anfang an klar: Gummibändchen für unkomplizierte Handhabung und einfarbiges Design, um das WISO-Logo aufsticken zu können. Nach diesen Vorgaben wurden in der Justizanstalt Korneuburg sogenannte „Mustermasken“ hergestellt. Nachdem die „perfekte Maske“ gefunden war, übernahm die Justizanstalt Schwarzau schließlich die Produktion der rund 7.500 benötigten Stoffmasken.  

„Gegenseitiger Respekt, Hilfestellung und soziales Miteinander über Hautfarbe, Alter und Schicksale hinweg sind nicht nur in Krisenzeiten unabdingbar für uns Menschen. Unsere Mitarbeiter*innen und unsere Insassinnen arbeiten mit großem Engagement an den Schutzmasken“, so der Leiter der JA Schwarzau, Gottfried Neuberger.  

In insgesamt 19 Justizanstalten wurden bisher rund 60.000 Mund-Nasen-Schutzmasken hergestellt. Jede zur Verfügung stehende Nähmaschine wurde ausgenutzt, um zunächst den Eigenbedarf für Mitarbeiter*innen und Insass*innen zu decken. Als dieser gedeckt war, wurden auch nahestehende Organisationen von den Justizanstalten ausgestattet, wie etwa der Verein Neustart, die Caritas und vereinzelte Gerichte. „Ich begrüße die Kooperation zwischen den österreichischen Justizanstalten und Sozialorganisationen sehr“, so Justizministerin Alma Zadić.


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