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„Close To“ in der Fahrschule: Echte Geschichten als starke Botschaft gegen Alkohol am Steuer

Wie viel Überzeugungskraft steckt in einem persönlichen Erfahrungsbericht? Das Präventionsprojekt „Close To“ des Landesgerichts Linz liefert darauf seit Jahren eine eindrucksvolle Antwort. Junge Menschen, die alkoholisiert einen schweren Verkehrsunfall verursacht haben und sich dafür einem Strafverfahren stellen mussten, berichten Fahrschüler:innen offen von ihren Erfahrungen – und zeigen, welche weitreichenden rechtlichen, finanziellen und persönlichen Folgen eine einzige Fehlentscheidung haben kann. „Kein Unfalllenker denkt vor der Fahrt daran, was die Folgen seiner Alkoholfahrt sein können. Er denkt vielmehr: Was ist der beste Schleichweg, um einer Kontrolle zu entkommen“, meint Walter Eichinger, Vizepräsident und Mediensprecher des Landesgerichts Linz.

Nicht theoretische Vorträge stehen in diesem Projekt im Mittelpunkt, sondern Menschen, die ihre eigene Geschichte erzählen. Ziel ist es, das Bewusstsein für verantwortungsvolles Verhalten im Straßenverkehr nachhaltig zu stärken.

Am 11. Juni 2026 machte „Close To“ Station in der Fahrschule Mayr am Schillerplatz in Linz. Gemeinsam mit Walter Eichinger, Vizepräsident und Mediensprecher des Landesgerichts Linz, sowie Mario Brnic, Projektmanager von „Close To“, erhielten die angehenden Führerscheinbesitzer:innen durch zwei junge Unfalllenker einen Einblick in ein Präventionsprojekt, das bewusst auf Authentizität setzt: „In der Fahrschule lernt ihr, wie es geht. Ich erzähle euch, wie es nicht geht“, begann einer der Vorträge.

Für Walter Eichinger liegt genau darin die besondere Stärke des Projekts: „Wenn ein junger Unfalllenker die Auswirkungen der Tat schildert, geht dies unter die Haut und bleibt hängen.“ Persönliche Erfahrungen seien oftmals eindrucksvoller als jede Statistik oder theoretische Belehrung. Das Projekt leiste damit einen wichtigen Beitrag zur Generalprävention – also zur Bewusstseinsbildung in der Gesellschaft und zur Vermeidung künftiger Straftaten. Auch Mario Brnic unterstreicht den Präventionsansatz von „Close To“: "Eine Geldstrafe kann man bezahlen, ein Knochen kann heilen und ein Auto kann man ersetzen. Ein Menschenleben jedoch bekommt man niemals zurück – und genau das steht auf dem Spiel. Es geht nicht um die Strafe, sondern um Menschenleben."

Dass diese außergewöhnliche Prävention auch medial auf Interesse stößt, zeigte der Besuch eines Kamerateams von PULS 4. Der Sender begleitete den Termin in der Fahrschule und produzierte für die Sendung „Treffpunkt Österreich“ einen Beitrag über das Projekt und dessen Wirkung auf junge Fahrschüler:innen.

Der TV-Beitrag ist hier abrufbar.

Nähere Informationen zu dem Projekt.


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Fotocredit: OLG/LG Linz/Schön