Tag der Vollzugsforschung

Forschung im Straf- und Maßnahmenvollzug zur Förderung der Qualitätssicherung

Heute Dienstag, den 15. Jänner 2019, fand bereits zum zweiten Mal der „Tag der Vollzugsforschung“ im Bundesministerium für Verfassung, Reformen, Deregulierung und Justiz statt. Junge Forscherinnen und Forscher bekamen nach 2016 auch heuer wieder die Möglichkeit, ihre Studien- und Forschungsprojekte, die sich mit Fragestellungen aus dem Bereich des Straf- und Maßnahmenvollzugs beschäftigen, im Zuge eines Forschungswettbewerbs vorzustellen. 

Das Bundesministerium für Verfassung, Reformen, Deregulierung und Justiz freute sich über zahlreiche Einreichungen: „Der Tag der Vollzugsforschung stellt eine optimale Gelegenheit dar, den lebhaften Austausch zwischen Forschung und Praxis zu fördern und Kontakte zu verdichten. Die Vielfalt der Einreichungen, von Musiktherapie bis zur Mitarbeitermotivation, zeigt die Bandbreite an Forschungsmöglichkeiten, die der Straf- und Maßnahmenvollzug bietet. Wir freuen uns, dass auch 2018 wieder zahlreiche Forschungsprojekte umgesetzt wurden. Die Arbeiten liefern wichtige Erkenntnisse, die uns bei der stetigen Verbesserung und Qualitätssicherung des österreichischen Strafvollzugs unterstützen,“ gratulierte Sektionschef Mag. Michael Schwanda den Teilnehmerinnen und Teilnehmern. 

Im Jahr 2018 wurden insgesamt 35 Forschungsanträge zugelassen, wovon neun in die Finalrunde gewertet und heute präsentiert wurden. Die hochkarätig besetzte Jury, bestehend aus Volksanwältin Dr. Gertrude Brinek, Univ. Prof. Dr. Verena Murschetz LL.M und Sektionschef Mag. Michael Schwanda zeichnete heuer drei Projekte aus: Sektionschef Schwanda übergab in Vertretung von Justizminister Dr. Josef Moser den mit insgesamt 1.250 Euro dotierten Forschungspreis an MMag. Monika Stempkowski, Mag. Dr. Caroline Walser und Mag. Bernhard Rathmanner, BA. Die Expertenrunde hob vor allem die Praxisrelevanz der Ergebnisse hervor und gratulierte den Kandidatinnen und Kandidaten zu ihren herausragenden Leistungen. Der Vortrag von Prof. Dr. Dr. Michael Bock von der Johannes Gutenberg-Universität Mainz zum Thema "Maßnahmen oder Menschen. Wessen Erfolg ist das Anliegen der Vollzugsforschung?", bildete den gelungen Abschluss der Veranstaltung.