Firmenbuchabfrage

Das Hauptbuch wird durch Speicherung der Eintragungen in einer zentralen Datenbank, der sogenannten Firmenbuchdatenbank im Bundesrechenzentrum in Wien geführt.

Seit 2005 werden die Urkundensammlungen aller Firmenbuchgerichte elektronisch geführt. Damit wurde ein weiterer Schritt zu optimierten und serviceorientierten Verfahren gesetzt. Die älteren Urkunden können wie bisher beim Firmenbuchgericht eingesehen werden, das örtlich für das jeweilige Firmenbuch zuständig ist. Elektronisch eingebrachte Bilanzen können hingegen seit dem Jahr 2001 über das Internet eingesehen werden.

Mit der automationsunterstützten Führung des Firmenbuchs ist im Jahr 1991 begonnen worden; sie hat sich seither als absolut verlässlich erwiesen. Es ist zwar eine besonders strenge Haftung des Bundes für Schäden aus dem IT-Einsatz im Firmenbuch vorgesehen (anders als nach dem Amtshaftungsgesetz muss der Geschädigte kein Verschulden eines Bundesorgans nachweisen); es ist bisher jedoch noch kein einziger Fall eingetreten, in dem diese Haftung in Anspruch genommen wurde.

Seit 1999 ist diese Firmenbuchabfrage im Internet möglich, und zwar über so genannte Verrechnungsstellen (und nur über diese), die vom Bundesministerium für Justiz mit der Abwicklung der Abfrage beauftragt worden sind.

Sie benötigen für die Abfrage einen Internetzugang und einen Browser. Den Zugang zur Firmenbuchdatenbank erhalten Sie über die Internet-Adressen der Verrechnungsstellen.

Dann können Sie das Firmenbuch abfragen und Abschriften daraus erstellen, die mit amtlich hergestellten Firmenbuchauszügen (Firmenbuchgericht, Notare) inhaltlich völlig identisch sind. Die so von Ihnen abgefragten Daten sind immer am letzten Stand und gültig; Sie können nach § 15 UGB darauf vertrauen.

Wer jedoch eine öffentliche Urkunde über den Stand des Firmenbuchs zwecks Vorlage vor einer Behörde etc. benötigt, dem bleibt der Weg zum Landesgericht (Firmenbuchabteilung) oder zum Notar nicht erspart. Nur dort werden beglaubigte Auszüge erstellt.

 

Kosten

Die Abfrage des Firmenbuches ist kostenpflichtig. Die Verrechnung der Gebühren erfolgt über die vom Bundesministerium für Justiz beauftragten Verrechnungsstellen, bei denen sich der Kunde eine Zugangsberechtigung, einen "Account" besorgen muss.

Die Gebühren für die Abfrage richten sich nach der Tarifpost 10 Z IV Gerichtsgebührengesetz (GGG), wobei die Verrechnungsstellen zu den dort angeführten Gebühren einen von der Bundesministerium für Justiz zu genehmigenden Zuschlag in Rechnung stellen dürfen.


Aktueller Firmenbuchauszug

EUR 3,53

Aktueller Firmenbuchauszug mit historischen (gelöschten) Daten

EUR 5,90

Teilauszug eingeschränkt auf maximal zwei Personen oder alphabetische Personenliste

EUR 1,10

European Business Register - Standardauszug

EUR 1,10

Ergebnis einer Personensuche

EUR 1,10

Urkunden in der Urkundensammlung

EUR 1,10 je Urkunde

Suche im Zweig Firmeninformation mit Verknüpfungen pro Personenliste und pro Funktionsübersicht je Person

EUR 1,10

Suche im Zweig Firmeninformation pro Firmenliste mit Verknüpfungen

EUR 1,10

Suche im Zweig Firmeninfo pro Firmeninformation mit Verknüfungen

EUR 1,10

Der Firmenbuchauszug bei Gericht kostet 14,40 Euro.

 

Verrechnungsstellen

Der öffentliche Zugang zu dieser Datenbank erfolgt im Auftrag des Bundesministerium für Justiz über sogenannte Verrechnungsstellen.

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