Änderungen im GmbH-Recht mit 1. März 2014

Am 24. Februar 2014 hat der Nationalrat das Abgabenrechtsänderungsgesetz 2014 (AbgÄG 2014) beschlossen, das auch Änderungen des GmbH-Gesetzes und des Firmenbuchgesetzes enthält (Art. 24 und 27).

 

Folgende Änderungen treten mit 1. März 2014 in Kraft:

Das Mindeststammkapital der GmbH beträgt ab März 2014 wieder 35.000 Euro. Eine neu gegründete GmbH kann jedoch die sogenannte „Gründungsprivilegierung“ in Anspruch nehmen, wodurch die Gesellschafter ihre Einzahlungspflicht auf die von ihnen übernommenen Stammeinlagen für maximal zehn Jahre auf insgesamt 10.000 Euro beschränken können (sogenannte „gründungsprivilegierte Stammeinlagen“). Diese Beschränkung der Einzahlungspflicht gilt auch im Fall einer Exekution gegen die oder einer Insolvenz der Gesellschaft. Wenn eine Gesellschaft die Gründungsprivilegierung in Anspruch nimmt, wird dieser Umstand – samt der Höhe der von den einzelnen Gesellschaftern übernommenen gründungsprivilegierten Stammeinlagen – im Firmenbuch eingetragen.

Gesellschaften, die entsprechend dem GesRÄG 2013 mit einem Stammkapital von weniger als 35.000 Euro gegründet wurden oder ihr Stammkapital auf einen solchen Betrag herabgesetzt haben, müssen ihr Kapital innerhalb von zehn Jahren auf zumindest 35.000 Euro erhöhen.