Beatrix Karl: "Größtes Justiz-Neubauprojekt der Zweiten Republik abgeschlossen!"

Justizministerin Karl und Landeshauptmann Pröll eröffnen Justizzentrum Korneuburg


Korneuburg - Justizministerin Beatrix Karl und Landeshauptmann Erwin Pröll eröffneten heute das neue Justizzentrum Korneuburg. In dem modernen Ensemble aus Gerichtsgebäude und Justizanstalt finden nun das Landes- und Bezirksgericht, die Staatsanwaltschaft und ein gerichtliches Gefangenenhaus auf einem Areal von 39.629 m2 Platz. Somit ist das Zentrum, nach den Plänen der ARGE Dieter Mathoi und Architekturwerkstatt din a4, der größten Justiz-Neubau seit Entstehung der Zweiten Republik. In die Planung und den Bau des richtungweisenden Projektes investierte das Justizministerium fast 100 Millionen Euro. Notwendig geworden war die Errichtung des neuen Justizzentrums durch akuten Platzmangel am alten Standort am Hauptplatz Korneuburgs.

 

"Eine moderne Justiz braucht moderne Strukturen. Mit der Fertigstellung des Justizzentrums erreichen wir mehr Effizienz und mehr Bürgernähe. Somit veranschaulicht die heutige Eröffnung auch deutlich, was wir mit der Bezirksgerichtsreform erreichen wollen", zeigte sich Beatrix Karl erfreut. Durch die Reform der Justizministerin werden sukzessive größere Gerichtseinheiten durch Zusammenlegung von kleineren Standorten geschaffen.

"Größere Gerichte sorgen künftig für eine noch höhere Qualität durch eine Spezialisierung der Richter, einen besseren Bürgerservice durch längere Öffnungszeiten und für die höchstmögliche Sicherheit", so Karl. Im Zuge der Reform nimmt das Justizzentrum Korneuburg ab 1.1.2013 auch das Bezirksgericht Stockerau auf.

 

Bereits bei der Planung des Zentrums wurde auf Bürgerfreundlichkeit besondere Rücksicht genommen. So ist das gesamte Gerichtsgebäude barrierefrei, mit einem klaren Leitsystem und hellen Warteräumen ausgestattet. Eine bauliche Besonderheit besteht auch in der unterirdischen Verbindung zwischen Justizanstalt und Gericht. So wird verhindert, dass inhaftierte Beschuldigte außerhalb des Verhandlungssaals mit Opfern oder wartenden Zeugen in Kontakt kommen.


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Christian Wigand, M.A., M.A.I.S.
Pressesprecher der Bundesministerin
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