Arbeitgeber als Drittschuldner - Informationsbroschüre und Existenzminimumtabellen

Die Exekution auf Arbeitseinkommen stellt an den Drittschuldner hohe Ansprüche an Fachwissen.

Um den Drittschuldner bei seiner - vom Gesetz vorgeschriebenen - Tätigkeit zu unterstützen, hat das Bundesministerium für Verfassung, Reformen, Deregulierung und Justiz eine Informationsbroschüre aufgelegt.  

In dieser Broschüre werden im ersten Teil eine kurze, schlagwortartige Darstellung der Vorgangsweise zur Ermittlung des Existenzminimums und des zu überweisenden Betrages und im zweiten Teil zwei Beispiele für die Berechnung des Existenzminimums geboten. Im Anhang werden die Existenzminimum-Tabellen mit den aktuell geltenden Werten wiedergegeben.

Bei Erhöhung der Ausgleichszulage werden neue Tabellen bekannt gegeben.

 

Der Gesetzgeber hat dem Aufwand des Drittschuldners sowohl bei der Abgabe der Drittschuldnererklärung als auch bei der Berechnung insofern Rechnung getragen, als er sowohl für die Abgabe der Drittschuldnererklärung (§ 302 EO) als auch für die Berechnung des unpfändbaren Teils einer beschränkt pfändbaren Geldforderung (§ 292h EO) einen Kostenbetrag zuerkannt hat.

Das Bundesministerium für Verfassung, Reformen, Deregulierung und Justiz hofft, mit dieser Broschüre dem Drittschuldner seine Aufgabe zu erleichtern. Für weitere Anregungen zur Gestaltung der Broschüre wäre das Bundesministerium für Verfassung, Reformen, Deregulierung und Justiz dankbar.

Mit dem Pensionsanpassungsgesetz 2019 - PAG 2019 (BGBl. I Nr. 99/2018) wurde abweichend von § 108h Abs. 1 erster Satz und Abs. 2 und 2a ASVG die Pensionserhöhung für das Kalenderjahr 2019 nicht mit dem Anpassungsfaktor vorgenommen. Nach § 717a Abs. 1 Z 1 ASVG idF PAG 2019 ist das Gesamtpensionseinkommen, wenn es nicht mehr als 1 115 € monatlich beträgt, um 2,6% zu erhöhen. Der Ausgleichszulagenrichtsatz beträgt daher für das Jahr 2019 EUR 933,06.


Stand: Jänner 2019