Opfernotruf: Rasche Hilfe in Notsituationen

Justizministerium präsentiert Opfernotruf-Jahresbilanz 2016

Pressemeldung vom 26. Mai 2017

Wer Opfer von Gewalt oder einer Straftat wird, ist oft verunsichert und ratlos. Der Umgang mit Polizei und Behörden ist meist ungewohnt. In diesen Situationen hilft der Opfernotruf mit schneller und professioneller Hilfe, und dies rund um die Uhr.

Als wichtige Anlaufstelle für Verbrechensopfer wurde der Opfernotruf des Bundesministeriums für Justiz auch im Jahr 2016 wieder häufig in Anspruch genommen. Insgesamt gingen im vergangen Jahr 10.893 Anrufe beim Opfernotruf ein. Im Schnitt wurden täglich 23 Gespräche gezählt, wobei es an monatlichen Spitzentagen auch bis zu 80 Gesprächen kam. Wie im Vorjahr waren auch 2016 rund 59% der anrufenden Personen Frauen und 41% Männer. Justizminister Wolfgang Brandstetter dazu: "Der Opfernotruf ist eine wichtige Unterstützung für die Verbrechensopfer. Das unterstreicht die Bilanz mit 10.893 Anrufen im Jahr 2016 sehr klar. Der Weiße Ring, der die Beratungen in unserem Auftrag durchführt, leistet eine großartige Arbeit und verdient volle Anerkennung."

Etwa zwei Drittel der Anrufe bei der Beratungshotline kamen von Personen, die selbst Opfer einer Straftat wurden (69%), ca. 13% waren Angehörige. Der Großteil dieser Anrufe bezog sich auf Straftaten gegen Leib und Leben (26%), gefolgt von strafbaren Handlungen gegen fremdes Vermögen (20%) und gegen die Freiheit (17%).

Der Opfernotruf wird im Auftrag des Justizministeriums vom Weißen Ring betrieben und ist unter der Nummer 0800 112 112 rund um die Uhr erreichbar.

Leistungen des Opfernotrufs:

  • Kostenfreie Beratung für Opfer von Straftaten unter kostenfreier Telefonnummer
  • Anonyme und umfassende Beratung
  • Rasche Hilfe in Notsituationen
  • Entlastung und Orientierungshilfe
  • Kompetente Information über passende Beratungs- und Betreuungseinrichtungen in ganz Österreich
  • Auf Wunsch die Herstellung einer direkten Verbindung zu entsprechenden Beratungs- und Betreuungseinrichtungen sowie zu sonstigen Einrichtungen der Justiz
  • Praktische Unterstützung und Hilfe bei der Auswahl von Maßnahmen
  • Information und Beratung über Opferrechte
  • Information über Institutionen, die psychosoziale und juristische Prozessbegleitung anbieten

Nähere Informationen zum Opfernotruf finden Sie HIER.

Rückfragehinweis:
Jim Lefèbre, BSc.
Pressesprecher des Bundesministers für Justiz
+43 1 52152 2313
jim.lefebre@bmj.gv.at