Justizminister Brandstetter: "Permanent aus der Geschichte lernen"

Kranzniederlegung zu Ehren Dr. Robert Wintersteins am Jahrestag seiner Ermordung im KZ Buchenwald

Presseinformation vom 18. April 2017

"Die Folgen des menschenverachtenden nationalsozialistischen Unrechtsregimes sollten uns ständig in Erinnerung rufen, wie schnell Recht und Gerechtigkeit in einer Gesellschaft verloren gehen können, und wie wichtig eine konsequente Auseinandersetzung mit den Ereignissen ist, die zu einem derartigen Zustand führen können, gerade auch innerhalb der Justiz", betonte Justizminister Wolfgang Brandstetter bei der Kranzniederlegung zu Ehren Dr. Robert Wintersteins, der dem NS-Regime zum Opfer gefallen war. Damit gedenkt Brandstetter eines der wichtigsten Repräsentanten der österreichischen Justizgeschichte, die er als langjähriger Generalprokurator und kurze Zeit auch als Justizminister geprägt hat.

„Robert Winterstein wurde vor 77 Jahren im KZ Buchenwald brutal ermordet. Er wollte in den Stunden vor seiner Verhaftung am 15. März 1938 nicht glauben, dass das wirklich passieren könnte. Ihm ein ehrendes Andenken zu bewahren, sind wir ihm und seiner Familie schuldig. Sein Schicksal ist auch eine Mahnung an uns alle, faschistoiden, antidemokratischen oder rassistischen Tendenzen sofort entgegenzutreten, sobald sie erkennbar werden, sei es innerhalb oder außerhalb unserer Grenzen“, so der Justizminister bei der Kranzniederlegung, die von der Justizwachemusik würdig begleitet wurde, und der auch Angehörige Dr. Wintersteins bewohnten. 

Rückfragehinweis:
Jim Lefèbre, BSc.
Pressesprecher des Bundesministers für Justiz
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