Justizminister Brandstetter bei Gedenkfeierlichkeiten im Landesgericht für Strafsachen Wien

Würdigung und Rehabilitierung der Opfer nationalsozialistischer Unrechtsjustiz 

Presseinformation vom 26. April 2017 

„Man kann nie genug tun, um die Verbrechen des Nationalsozialismus nicht in Vergessenheit geraten zu lassen, die Opfer zu rehabilitieren und ihr furchtbares Leid anzuerkennen. Daher finde ich es besonders wichtig, dass diese heutige Gedenkfeier an einem Ort vorgenommen wird, der heute der Rechtsstaatlichkeit, damals jedoch einem Unrechtsstaat verpflichtet war“, so Justizminister Brandstetter bei den Feierlichkeiten für die 13 Zeller Opfer des Nationalsozialismus im Landesgericht für Strafsachen Wien. Unter Leitung von dessen Präsidenten Friedrich Forsthuber fand zum wiederholten Mal eine Gedenkfeier zu Ehren jener Kärntner-Slowenen statt, die Widerstand gegen das NS-Regime leisteten und damals von der NS-Justiz verurteilt und im Landesgericht hingerichtet wurden.

„Die Vergangenheit lehrt uns, dass Rechtsstaatlichkeit ein Schatz ist, der nie als selbstverständlich betrachtet werden darf. Ob der immer neu aufflammenden, rechtsradikalen Tendenzen müssen wir für die Unabhängigkeit der Justiz und ihre unbeugsame Haltung gegenüber politischen Einflüssen auch weiterhin äußerst sensibel bleiben.“

Rückfragehinweis:
Bundesministerium für Justiz
Jim Lefèbre, BSc.
Pressesprecher des Bundesministers für Justiz
+43 1 52152 2313
jim.lefebre@bmj.gv.at
www.justiz.gv.at