Brandstetter und Wöginger bei Auftakt der Sanierungsarbeiten in der Justizanstalt Suben

Renovierung und Beschäftigung für einen modernen Strafvollzug

Presseinformation vom 22. September 2017

Vizekanzler und Bundesminister für Justiz Wolfgang Brandstetter läutete heute die Sanierungsarbeiten in der Justizanstalt (JA) Suben ein. "Ich freue mich, dass wir hier in Suben heute mit den Sanierungsarbeiten beginnen und die Unterbringungsqualität maßgeblich verbessern können", so Brandstetter zur Generalsanierung und Funktionsadaptierung des Einzelhafttraktes. Um einen zeitgemäßen sowie menschenrechtskonformen Strafvollzug zu gewährleisten, wird nunmehr der seit den 1970er Jahren unveränderte Einzelunterbringungstrakt saniert.

"Trotz mehrfacher Reparaturen sind sämtliche Ver- und Entsorgungsleitungen sowie die Elektroanlage mittlerweile in einen Zustand geraten, der eine Generalsanierung unumgänglich macht. Auch im Sinne der Sicherheit sind bauliche Maßnahmen notwendig", erläutert der Ressortchef. Am Rande des Medientermins hab Brandstetter auch die reibungslose Zusammenarbeit mit den Entscheidungsträgern aus der Region hervor: "Abgeordneter August Wöginger ist ein verlässlicher Ansprechpartner, der sich beim Finanzministerium hartnäckig für die Finanzierung der notwendigen Sanierung eingesetzt hat. Dass wir die Umbauarbeiten so rasch durchführen können, ist auch auf seinen unermüdlichen Einsatz zurückzuführen. Dafür bin ich ihm dankbar. Er weiß, welch große Bedeutung diese Justizanstalt für die gesamte Region hat".
"Ich danke dem Justizminister und natürlich auch dem Finanzminister dafür, dass sie hier ein offenes Ohr für unser Anliegen aus Suben hatten. Die notwendigen Investitionen über EUR 1,45 Mio. kommen auch der regionalen Wirtschaft zugute. Der Standort der Justizanstalt Suben hat eine wichtige regionale Bedeutung und wird damit auch gestärkt", sagt Abgeordneter August Wöginger.

Beschäftigung, ein wichtiger Faktor zur Resozialisierung
Neben der Verbesserung der Unterbringungsqualität wird in der JA Suben auch großen Wert auf sinnvolle Beschäftigung der Insassinnen und Insassen gelegt, um eine erfolgreiche Resozialisierung zu ermöglichen. "Oberstes Ziel des österreichischen Strafvollzugs ist die Resozialisierung, so sieht es auch das Gesetz vor. Klar ist, dass regelmäßige Beschäftigung für die Insassinnen und Insassen einen wichtigen Beitrag zum Haftlalltag leistet. Mithilfe von Arbeit und Ausbildung kann in weiterer Folge der Einstieg in ein geordnetes Arbeitsleben am ehesten gelingen", so Brandstetter.

Die JA Suben verfügt über siebzehn aktive Anstaltsbetriebe, in denen im Jahresdurchschnitt 223 Insassinnen beschäftigt werden können. Im Jahr 2016 konnten somit insgesamt 308.813 Insassenarbeitsstunden geleistet und Einnahmen in Höhe von € 737.524,- erwirtschaftet werden. „Hier in der JA Suben wird gezeigt, dass ein geregelter Tagesablauf, Beschäftigungs- und Ausbildungsmöglichkeiten maßgeblich zur Reintegration beitragen und darüber hinaus auch etwas an die Gesellschaft zurückgegeben werden kann“, zeigte sich Brandstetter am Rande des Besuchs überzeugt. „Besonders beeindruckt bin ich in Suben immer wieder von den hochwertigen Arbeiten in den Buchbindereien, Korbflechtereien und der Möbelrestaurierung sowie von der Erzeugung der klassischen, altbekannten „Mausefallen“, so der Justizminister abschließend.

Rückfragehinweis:
Jim Lefèbre, BSc.
Pressesprecher des Vizekanzlers und Bundesministers für Justiz
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