Opfernotruf: Wichtige Anlaufstelle für Betroffene

Über 11.000 Anrufe im Jahr 2017

Pressemeldung vom 4. Mai 2018

Opfer von Gewalttaten und Verbrechen müssen oftmals schwerwiegende körperliche und seelische Folgen bewältigen. Als erste Anlaufstelle vermittelt der Opfernotruf Betroffenen die rasche, unbürokratische und kostenlose Hilfe, die sie brauchen.

Auch im vergangenen Jahr wurde die Telefon-Hotline des Vereins „Weißer Ring“, der im Auftrag des Bundesministeriums für Verfassung, Reformen, Deregulierung und Justiz betrieben wird, wieder häufig in Anspruch genommen: Bei knapp über 11.000 Anrufen wurden 2017 im Schnitt täglich 25 Gespräche geführt. Wie bereits im Jahr davor kamen auch 2017 rund 59% der Anrufe von Frauen und 41% von Männern. Die meisten dieser Anrufe betrafen strafbare Handlungen gegen Leib und Leben (25%) sowie strafbare Handlungen gegen fremdes Vermögen und gegen die Freiheit (beide 18%).

Der Großteil der anrufenden Personen waren dabei selbst Opfer einer Straftat (68%), ca. 12% der Anrufe kamen von Angehörigen. Aber auch Ratsuchende, Bekannte oder Beschuldigte wandten sich mit ihren Fragen an den Opfernotruf.

Auch die Website der Beratungshotline, www.opfernotruf.at, entwickelte sich in den vergangenen Jahren in eine äußerst positive Richtung und verzeichnete 2017 ihren bisher höchsten Zugriffswert. Mit knapp 37.000 Aufrufen verdoppelte sich die Zahl der Besuche seit 2015 (ca. 15.300 Zugriffe).

Der Opfernotruf wird im Auftrag des BMVRDJ vom Weißen Ring betrieben und ist unter der Nummer 0800 112 112 rund um die Uhr erreichbar.

Leistungen des Opfernotrufs:

  • Kostenfreie Beratung für Opfer von Straftaten unter kostenfreier Telefonnummer

  • Anonyme und umfassende Beratung

  • Rasche Hilfe in Notsituationen

  • Entlastung und Orientierungshilfe

  • Kompetente Information über passende Beratungs- und Betreuungseinrichtungen in ganz Österreich

  • Auf Wunsch die Herstellung einer direkten Verbindung zu entsprechenden Beratungs- und Betreuungseinrichtungen sowie zu sonstigen Einrichtungen der Justiz

  • Praktische Unterstützung und Hilfe bei der Auswahl von Maßnahmen 

  • Information und Beratung über Opferrechte

  • Information über Institutionen, die psychosoziale und juristische Prozessbegleitung anbieten

Nähere Informationen zum Opfernotruf finden Sie HIER.

Rückfragehinweis:
Bundesministerium für Justiz
Mag. Britta Tichy-Martin
Ressortmediensprecherin
+43 676 89891 2138
Medienstelle.Ressort@bmj.gv.at