Gedenkveranstaltung der Bundesregierung anlässlich der Befreiung des KZ Mauthausen

Josef Moser: „Niemals vergessen“ – Jeder muss einen Beitrag leisten, dass sich die Verbrechen der Vergangenheit nicht wiederholen 

Pressemitteilung vom 6. Mai 2018 

Am Sonntag hat die Bundesregierung der 73. Wiederkehr der Befreiung des KZ-Mauthausen gedacht. In Erinnerung an die vielen Opfer des Nationalsozialismus in Österreich legte die Bundesregierung gemeinsam mit Bundespräsidenten Alexander Van der Bellen vor dem Denkmal gegen Krieg und Faschismus am Platz vor der Albertina Kränze nieder. Das KZ Mauthausen war von 1938 bis 1945 der zentrale Ort politischer, sozialer und rassistischer Verfolgung durch das NS-Regime auf österreichischem Territorium. Anlässlich des Jahrestages der Befreiung des ehemaligen KZ fanden in ganz Österreich Gedenkfeiern statt. „Getreu dem Motto von Yad Vashem ‚Niemals vergessen‘ müssen wir uns der Vergangenheit stellen und unseren Beitrag dazu leisten, dass sich diese Verbrechen der Vergangenheit nicht wiederholen. Wir können mit unserem Tun dafür sorgen, dass wir jeder Entwicklung, die die Grund- und Freiheitsrechte gefährdet, entschieden entgegentreten und zur Bewusstseinsbildung beitragen“, mahnt Josef Moser.


Nach der Kranzniederlegung besuchte Bundesminister Josef Moser ein Denkmal, das an die ehemaligen zwei Außenlager des KZ Floridsdorf erinnert. Diese entstanden im Juli 1944, nachdem die Lager Schwechat I und Schwechat II durch einen Bombenangriff zerstört worden waren. Insgesamt waren hier etwa 2700 Menschen untergebracht. Sie wurden unter menschenverachtenden Umständen zu Bauarbeiten und Arbeiten in Rüstungsbetrieben in Wien und Niederösterreich gezwungen. „Die Taten, die das NS-Regime begangen hat, sind unverzeihlich. Dadurch entstand unendlich großes Leid. Wir können die Vergangenheit nicht rückgängig machen, aber wir können aus dem Fehlverhalten lernen, damit wir in der Gegenwart und in Zukunft entschlossen dagegen auftreten“, so Moser.


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