Vollzugsgerichte

Das in Strafsachen tätige Landesgericht, in dessen Sprengel die Freiheitsstrafe vollzogen wird, entscheidet als Vollzugsgericht insbesondere über den Beitrag des Verurteilten zu den Kosten des Strafvollzuges, die Nichteinrechnung von Unterbrechungs-, Ausgangs- oder Hausarrestzeiten in die Strafzeit, die Aufrechterhaltung bestimmter Sicherheitsmaßnahmen, die Anhaltung des Strafgefangenen gegen seinen Willen in Einzelhaft, wenn diese mehr als vier Wochen dauert, den nachträglichen Aufschub des Strafvollzuges und über die bedingte Entlassung. Über Beschwerden gegen Entscheidungen, Anordnungen oder ein Verhalten des Anstaltsleiters sowie wegen einer Verletzung der Entscheidungspflicht durch den Anstaltsleiter entscheidet das Vollzugsgericht am Sitz des Oberlandesgerichtes, in dessen Sprengel die Strafe vollzogen wird. Gegen dessen Entscheidungen kann Beschwerde wegen Rechtswidrigkeit an das Oberlandesgericht Wien erhoben werden.