IT-Einsatz in der Justiz

Österreich ist bei der Ausstattung mit Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) in der Justiz in Europa führend. Bereits die Übermittlung von Daten an die Gerichte und Staatsanwaltschaften erfolgt mit dem „Elektronischen Rechtsverkehr“ automationsunterstützt.

Die elektronische Fallverwaltung („Verfahrensautomation Justiz“) sorgt für eine rasche Bearbeitung und Speicherung der Falldaten sowie Erstellung und Versendung von Dokumenten, und garantiert so eine Verfahrensabwicklung in kurzen Zeiträumen. Das elektronisch geführte Grundbuch und das ebenfalls elektronisch geführte Firmenbuch, das Elektronische Urkundenarchiv, die Ediktsdatei im Internet und die Einführung von Videokonferenzsystemen zur Verringerung der Zahl der Rechtshilfevernehmungen runden das Bild einer modernen Justiz ab.

Aktuell wird im Rahmen der strategischen Initiative Justiz 3.0 im Sinne einer gesamtheitlichen Betrachtung des Justizbetriebes die bestmögliche IT-Unterstützung für alle unterschiedlichen Benutzergruppen bis hin zur vollelektronischen Verfahrensabwicklung im Lichte aktueller technischer Trends und Möglichkeiten entwickelt.

Jedem Mitarbeiter der österreichischen Justiz steht ein Bildschirmarbeitsplatz sowie der Zugang zu E-Mail und Internet zur Verfügung. Im Netzwerk der Justiz sind derzeit etwa 180 Router, 340 Server, 12.500 PCs und 1.600 Notebooks verbunden. Die genannten Maßnahmen erhöhen nicht nur die Qualität und Geschwindigkeit der justiziellen Leistung, sondern auch die Arbeitszufriedenheit der Beschäftigten und haben der österreichischen Justiz zahlreiche nationale und internationale Preise eingebracht.