Tag des Rechts

Am 15. Mai 1955 wurde im Schloss Belvedere in Wien von Vertretern der alliierten Besatzungsmächte und der österreichischen Bundes-regierung der Staatsvertrag unterzeichnet. Dieser Vertrag, mit dem ein unabhängiges und demokratisches Österreich wiederhergestellt wurde, hat wesentlichen identitätsstiftenden Charakter für die Zweite Republik. Er bekräftigt auch eine klare Abgrenzung zum Unrecht des Nationalsozialismus.

Dieser 60. Jahrestag der Unterzeichnung des Staatsvertrages ist ein geeigneter Anlass für eine Reflexion über die Aufgaben einer Justiz, die dem Recht in einem demokratischen Rechtsstaat zur Durchsetzung verhilft. Die Gerichtsbarkeit zeigt sich heute unabhängig und verantwortungsbewusst, eingebettet in europäische Grund-rechtsstrukturen. Der „Tag des Rechts“, am 18. Mai 2015,  bietet alljährlich ein Forum, um grundsätzliche Fragen der Justizverwaltung und der Rechtsprechung zu thematisieren.
Während der zweistündigen Veranstaltung wird mit Interviews und Vorträgen von Zeitzeugen wie Hugo Portisch, Botschafter a.D. Herbert Grubmayr, Außenminister a.D. Willibald Pahr und Anneliese Figl an die Unterzeichnung des Staatsvertrags im Mai 1955 erinnert.
Der Ort der Veranstaltung steht in einem engen Zusammenhang mit der Besatzungszeit. Bis 1953 war die Interalliierte Kommandantur für Wien im Justizpalast untergebracht.

Nähere Informationen entnehmen Sie der angeschlossenen Einladung.