Frauen, Frieden, Sicherheit - Resolution der Vereinten Nationen

Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen verabschiedete am 31. Oktober 2000 einstimmig die Resolution 1325 (2000). Es ist die erste Resolution der Vereinten Nationen, welche die besonderen Auswirkungen von Konflikten auf Frauen hervorhebt und die wesentliche und aktive Rolle von Frauen in allen Phasen von Friedensbemühungen – von Friedensverhandlungen bis zum Wiederaufbau zerstörter Gesellschaften – betont.

Die Österreichische Bundesregierung hat am 8. August 2007 den ersten Österreichischen Aktionsplan zur Umsetzung von Resolution 1325 (2000) beschlossen, der Maßnahmen auf nationaler, regionaler und internationaler Ebene vorsieht.

Im Jahr 2010 feierte die internationale Gemeinschaft das 10-jährige Jubiläum der Annahme der Resolution 1325 und setzte neue Maßnahmen zur Stärkung ihrer Umsetzung. Auch Österreich nutzte das Jubiläum, um weitere Schritte zu setzen und entschloss sich, seine nationalen Zielsetzungen und Maßnahmen zur Umsetzung der Resolution 1325 zu überprüfen. Als Ergebnis dieser Überprüfung nahm die Bundesregierung am 24. Jänner 2012 einen überarbeiteten Nationalen Aktionsplan an. Ziele des Aktionsplanes sind die Förderung der Einbindung von Frauen in Friedensprozesse, die Stärkung von Präventionsmaßnahmen gegen Gewalt gegen Frauen, die vermehrte Teilnahme von Frauen an österreichischen Friedenseinsätzen, sowie das Eintreten für mehr Frauen in Führungspositionen internationaler Organisationen wie VN oder EU. Eine Arbeitsgruppe unter der Leitung des Bundesministeriums für Europa, Integration und Äußeres überprüft jährlich die Umsetzung des Aktionsplanes.


Der aktuelle sechste Umsetzungsbericht zum nationalen Aktionsplan wurde am 7. Juli 2015 von der Bundesregierung angenommen.