Unterhaltsvorschuss

Höchstbetrag steigt von 581,60 auf 594,40 Euro

Seit bereits vier Jahrzehnten gibt es das Unterhaltsvorschussgesetz in Österreich. Mit 1. Jänner 2018 wurden sowohl der Höchstbetrag, als auch die festen Beträge für die Unterhaltsbevorschussung neuerlich erhöht:

  • Der Höchstbetrag wird auf EUR 594,40 angehoben

  • Kinder, die bisher EUR 204,00 erhielten, erhalten ab 1.1.2018 EUR 209,00,

  • Kinder, die bisher EUR 291,00 erhielten, erhalten ab 1.1.2018 EUR 298,00,

  • Kinder, die bisher EUR 379,00 erhielten, erhalten ab 1.1.2018 EUR 387,00.

Kommt ein Elternteil seiner Verpflichtung zur Unterhaltszahlung für ein Kind nicht nach, können Alleinerziehende Unterhaltsvorschuss begehren.

Wer bekommt Unterhaltsvorschuss?

Anspruchsberechtigt sind minderjährige Kinder, die ihren ständigen Wohnsitz in Österreich haben, die österreichische Staatsbürgerschaft besitzen oder EU-Bürger sind. Die Höhe des Vorschusses hängt vom Alter des Kindes ab und gilt für maximal fünf Jahre. Anträge können beim zuständigen Bezirksgericht eingebracht werden. Ausbezahlt wird der Unterhaltsvorschuss vom Präsidenten/von der Präsidentin des Oberlandesgerichtes immer am 1. des Monats.

Hereinbringung von Unterhaltsvorschüssen

In enger Zusammenarbeit mit den zuständigen Kinder- und Jugendhilfeträgern sorgen die Gerichte dafür, dass der Unterhaltsvorschuss wieder gänzlich vom säumigen Schuldner zurückgefordert wird. Durch konsequente Rückholungsmaßnahmen konnte die Einbringungsquote stetig gesteigert werden. Diese liegt derzeit bei über 60%.

Der Unterhaltsvorschuss ist eine besondere Unterstützung für alleinerziehende Eltern und ihre Kinder. Der Staat leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der wirtschaftlichen Stabilität von Ein-Eltern-Familien.

Nähere Informationen zu den Anspruchsvoraussetzungen finden Sie im Internet unter www.bmvrdj.gv.at oder www.help.gv.at