Tabuisierte Opfer des Nationalsozialismus und deren Rehabilitierung

Gedenkveranstaltung im Bundesministerium für Verfassung, Reformen, Deregulierung und Justiz

Am Montag, den 10. Dezember 2018, lud Reform- und Justizminister Dr. Josef Moser anlässlich des heurigen Gedenkjahres zu einer Gedenkveranstaltung zur Erinnerung an die Opfer der NS-Justiz in den großen Festsaal des Palais Trautson. Nach der Eröffnung durch den Bundesminister und den Generalsekretär des BMVRDJ, Mag. Christian Pilnacek, widmete sich die Veranstaltung einen Vormittag lang der Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus und deren Rehabilitierung. 

Neben interessanten Vorträgen zur Geschichte und historischen Entwicklung der Gesetzgebung von Univ.-Prof. DDr. Oliver Rathkolb und LStA iR Mag. Viktor Eggert stand vor allem die Präsentation des berührenden Buches von Dr. Maria Prieler-Woldan im Mittelpunkt der Veranstaltung. Die 1958 in Linz geborene Soziologin und Sozialforscherin erzählt in „Das Selbstverständliche tun“ die Lebensgeschichte der Salzburger Bergbäuerin Maria Etzer, einer widerständigen Frau, die 1943 bei der Gestapo denunziert wurde, weil sie sich aus christlicher Überzeugung gegenüber den auf ihrem Hof eingesetzten Zwangsarbeitern anständig verhalten hatte. Gast der Veranstaltung war unter anderem die Enkelin der Maria Etzer, Mag. Brigitte Menne. Mag. Gregor Immanuel Stuhlpfarrer führte durch das Programm.

Ein Merkblatt für Antragstellerinnen und Antragsteller nach dem Aufhebungs- und Rehabilitationsgesetz 2009 findet sich rechts unter Downloads. Weiters steht der Gesetzestext als Anhang zur Verfügung.