e-Justice Konferenz 2018

Zweitägiger Erfahrungsaustausch zum Thema „e-Courts in Europe“

Am 5. und 6. Dezember 2018 fand im Rahmen des österreichischen Ratsvorsitzes die e-Justice Konferenz des Bundesministeriums für Verfassung, Reformen, Deregulierung und Justiz zum Thema „e-Courts in Europe“ im Austria Center Vienna statt. 

Rund 200 Vertreterinnen und Vertreter der EU-Mitgliedstaaten und der EU-Institutionen präsentierten in dem zweitägigen Erfahrungsaustausch ihre technischen Lösungen in den Bereichen elektronischer Rechtsverkehr, elektronische Aktenführung, digitale Gerichtssäle und künstliche Intelligenz in der Justiz, sowie aktuelle europäische e-Justice-Lösungen. 

Parallel zur Konferenz fand in den Räumlichkeiten des Austria Center Vienna eine Begleitausstellung statt, auf der nationale und internationale Ausstellerinnen und Aussteller ihre neuesten Entwicklungen im Bereich e-Justice und Legal Tech präsentierten.

Am ersten Tag wurden neben dem Aktionsplan für die E-Justiz (2019-2023) unter anderem die Digitalisierungsstrategie der österreichischen Justiz sowie das Projekt „Justiz 3.0“ zum elektronischen Akt für die österreichische Justiz vorgestellt. Im Panel „Digital Courtrooms in Europe“ berichteten Vertreterinnen und Vertreter aus Deutschland, Estland, den Niederlanden und Italien über ihre Erfahrungen mit elektronischen Aktensystemen. 

Der zweite Tag widmete sich den europäischen Initiativen e-CODEX (europäischer elektronischer Rechtsverkehr) und e-Evidence (Übertragung von Rechtshilfeersuchen und Beweismaterial in grenzüberschreitenden Strafverfahren auf elektronischem Wege) und den Einsatzmöglichkeiten von Künstlicher Intelligenz und Legal Tech im Justizbereich. Zum Abschluss gaben Vertreterinnen und Vertreter der neuen Trio-Präsidentschaft Rumänien-Finnland-Kroatien eine Vorschau auf ihre Pläne für die E-Justiz.