Antisemitismus heute: Mythen und Realitäten

Gemeinsame Veranstaltung der Botschaft des Staates Israel und des Bundesministeriums für Verfassung, Reformen, Deregulierung und Justiz im Palais Trautson

Am Montag, den 8. Oktober 2018, eröffneten Bundesminister Dr. Josef Moser und Talya Lador-Fresher, Botschafterin des Staates Israel, die Veranstaltung „Antisemitismus heute: Mythen und Realitäten“ in den Festsälen des Bundesministeriums für Verfassung, Reformen, Deregulierung und Justiz.

"Antisemitismus existiert nach wie vor. Um den Kampf dagegen erfolgreich vorwärts zu treiben, setzt die österreichische Justiz regelmäßig wichtige Maßnahmen, wie die strafgerichtliche Verfolgung von antisemitischen Tathandlungen oder die Ausbildung der Richteramtsanwärterinnen und Richteramtsanwärter zum Beispiel im Rahmen des Curriculums Justiz- und Zeitgeschichte. Einer Sache müssen wir uns bewusst sein: Wir dürfen auch in der Zukunft nicht müde werden, Antisemitismus, Hass und Hetze mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln zu bekämpfen," betonte Bundesminister Moser in seinen Eröffnungsworten.

Höhepunkt der Veranstaltung waren die Vorträge der Leiterin des Kantor-Centers der Universität Tel Aviv, Prof. Dina Porat und von Prof. Frank Stern von der Universität Wien. Porat referierte unter anderem über die heutigen Formen des Antisemitismus und entkräftete gängige Mythen rund um die Thematik. Stern beleuchtete anschließend in einem mitreißenden Vortrag den Holocaust im Israelischen Film und spannte unterstützt durch Bildmaterial einen Bogen von der Vergangenheit in die Gegenwart und gab einen Ausblick auf die zukünftigen Entwicklungen.

Der Nachmittag endete mit einer spannenden Podiumsdiskussion, moderiert von Dr. Oliver Scheiber in der die Vorträge der Experten nochmals revuepassiert und Fragen des Publikums beantwortet wurden.