Schadenersatz

Das ABGB sagt in § 1295, dass jedermann berechtigt ist, vom Schädiger den Ersatz jenes Schadens zu verlangen, den ihm dieser rechtswidrig und schuldhaft zugefügt hat. Das Schadenersatzrecht regelt, unter welchen Voraussetzungen ein Geschädigter für einen Schaden von jemand anderem Ersatz verlangen kann. Eine Schadenersatzpflicht gegenüber einem anderen setzt einmal voraus, dass der Belangte den Schaden verursacht hat. Außerdem muss der Schadensverursacher dabei rechtswidrig und schuldhaft gehandelt haben, z.B. durch eine Vertragsverletzung, durch die sorglose Übertretung einer gesetzlichen Vorschrift (wie etwa der Straßenverkehrsordnung) oder einer sonstigen Verhaltenspflicht oder durch ein strafbares Verhalten. Man spricht diesfalls von der sogenannten Verschuldenshaftung, die der Regelfall im Schadenersatzrecht ist.


Gefährdungshaftung
Daneben gibt es aber auch eine andere Art der schadenersatzrechtlichen Haftung, nämlich die sogenannte Gefährdungshaftung. Sie kommt dann zum Tragen, wenn sich jemand – durchaus rechtmäßig – einer gefährlichen Sache bedient, wie etwa beim Betrieb eines Kraftfahrzeugs. Wenn aus der Nutzung dieser Sache einem anderen ein Schaden entsteht, muss derjenige, der aus der Sache den Nutzen gezogen hat, auch für diesen Schaden einstehen.