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Bandion-Ortner: Jugend die Gefahren von Doping bewusst machen

In einem Vortrag beim Panathlon International Club Wien nahm Bundesmisnisterin Bandion-Ortner zum Thema Doping Stellung.

Doping sei ein höchst aktuelles Thema, wie nicht zuletzt die vor kurzem zu Ende gegangenen Olympischen Winterspiele in Vancouver gezeigt hätten, sagte Bandion-Ortner im Rahmen ihres Vortrages am 8.3.2010.

Nicht jedes selbstschädigende Verhalten strafrechtlich ahnden

Sie verwies auf das Anti-Doping-Gesetz 2007, das Verschärfungen mit sich gebracht hat, zeigte sich aber kritisch gegenüber Forderungen, das „Dopen an sich“ unter Strafe zu stellen, also dopende Sportler strafrechtlich zu belangen: „Rechtspolitisch kann man nicht jedes selbstschädigende Verhalten durch das Strafrecht erfassen“, so die Ministerin, die auf eine Ergänzung im Strafgesetz-buch hinwies, wonach Athleten mit schweren Betrug zu bestrafen sind, wenn sie über die Anwendung eines verbotenen Wirkstoffs oder einer verbotenen Methode nach der Anlage der Anti-Doping-Konvention täuschen: „Das ist keine neue Straftatbestimmung, sondern eine Qualifikation. Es bedeutet, dass Betrug durch Doping nun mit höherer Strafe bedroht ist als früher“, so Bandion-Ortner.

Begeisterungsfähigkeit und Identifikation

Zum Thema „Jugend und Doping“ sagte die Ministerin, dass die Begeisterungs-fähigkeit und Identifikation mit Sportlern bei Jugendlichen naturgemäß am stärksten ausgeprägt seien. „Daher kommt Sportlern Verantwortung zu: Bei der Jugend muss das Bewusstsein gestärkt werden, dass sportliche Erfolge nur dann einen wahren Wert haben, wenn sie ehrlich erzielt wurden.“ Wichtig seien aber auch – ähnlich wie im Bereich der Drogen – Informations- und Präventions-kampagnen. „Man sollte Jugendlichen – denen die Sport betreiben, aber auch jenen, die vielleicht in erster Linie Konsumenten sind – vermitteln, was Doping bedeutet. Nämlich, dass es nicht nur unlauter und unfair ist, sondern auch durchaus gefährlich sein kann“, so die Ministerin.

Schutz von Kindern und Jugendlichen

In die gleiche Kerbe schlug die Präsidentin des Panathlon International Club Wien, Trixi Schuba: "Der ehrliche Umgang mit dem Thema Doping und der Schutz von Kindern und Jugendlichen im Spitzensport sind mir als ehemalige Leistungssportlerin enorm wichtig. Dabei stellen Aufklärungsarbeit in Schulen und Vereinen einen wichtigen Bestandteil dar." Der Panathlon International Club Wien verfolgt das Ziel, die Werte des Sports zur Entfaltung und Bildung des Menschen zu verbreiten und zu schützen. Der Verein ist Mitglied des IOC und parteipolitisch unabhängig.


Rückfragehinweis: BMJ, Mag. Paul Hefelle, Pressesprecher